Ostblog - Die Anreise

Veröffentlicht am 15. Mai 2024 um 08:26

Tag 0 - Start 8.5 gegen 22:45

Wie der Name uns schon verrät, geht es Richtung Osten genauer gesagt nach Minsk.

Das letzte Mal sind wir im August 2023 mit unserem Bulli nach Minsk gefahren und haben dort unsere Kleine Ekaterina Orthodox taufen lassen und Urlaub gemacht dabei wurde auch unser Bulli gepimpt. Eine Vorstellung unserer Charaktere findet ihr auf Information.

Das Wichtigste zuerst, was brauchen wir für die Reise

  • Visum für die Republik Belarus
  • Einen einwandfrei funktionierenden Bulli oder anderes Transportmittel
  • Vignetten für die Tschechische Republik und Belarus
  • Krankenversicherung für Belarus
  • Eine ordentliche Reiseplanung
  • Geduld und Zeit
  • Bargeld
  • Die Versicherung für das Auto in Belarus muss an der Grenze erfolgen, geht leider nicht online

Am 8.5. war es so weit Abreiseabend, nachdem ich mich vor der Fahrt gut 2 Stunden hingelegt hatte, war es nach den letzten Verladungen so weit.

Abfahrt um 22:45 aus Wöllersdorf wir waren vorher noch beim Bankomaten. Los geht’s das Abenteuer beginnt bis Mitternacht kamen wir bis nach Großkrut schon nahe der Grenze zu Tschechien.

 

Tag 1 – 9.5 kurz vor Ostrava nach 321 Kilometern

Bei Klimkovice kam die große Müdigkeit nichts ging mehr die Augen wollten sich Schließen somit zur Raststelle/Rastplatz Pause nach einer halben stunde Pause und einem kurzen Schläfchen ging es wieder weiter im Bulli vorn über den Fahrer und Beifahrer sitzen geht das nur bedingt, aber für ein Schläfchen, hatte es gereicht.

Also wieder hinter das Steuer aber nach weiteren 142 Kilometern stand schon die nächste Pause an es ging einfach nichts mehr ein Rastplatz bei Starcza in Polen musste für ein Schläfchen reichen, mittlerweile war es 4:13 um 4:54 ging es weiter aber nicht lange den nach 68  km kam der Hammer es ging gar nichts mehr also wieder Rastplatz bei Slostowice gab es zum Glück einen schönen Rastplatz mit Spielplatz für die Kinder die Mittlerweile bereits munter waren.

Hie kam zum ersten Mal Enrico Namensgeber Chris der maßgebliche Anteil des Schlafmöbels für den Bus hatte. Yuliya schnappte die Kids und ging Spielen ich habe Enrico aufgeschoben und mich schräg drauf platziert ging sich super aus und habe eine Runde geschlafen mein Gefühl hätte mir gesagt höchstens 30 Minuten tatsächlich war es gut eine Stunde und es war sehr bequem.

Jetzt hatte ich wieder gut Energie und die Sonne im Gepäck weiter ging es nach 233 km nächste Pause bei Polaki ein wenig Frühstücken Toilette danach weiter die letzten 114 km bis zur Grenze waren dann kein Problem wir kamen um 11:45 an der Grenze an

Abfahrt Österreich 22:45 Ankunft Terespol (Grenze PL -BLR) 11:45 – somit gut 13 Stunden fahrt mit ca. 3 Stunden Pause und nach ca. 878 Kilometern waren wir an der polnischen Grenze nun konnte das Warten beginnen.

Auf der polnischen Seite war nicht allzu viel los, aber ein Nachteil ist das man hier mit Kindern unter 3 Jahren nicht nach vorn fahren darf in Litauen ist das möglich. Nach gut 2 Stunden warten war der erste Teil der Grenze passiert, nach einer weiteren Stunde um ca. 14:45 war auch der 2 Teil passiert.

 

Jetzt zum belarussischen Grenzabschnitt

Zuerst kommt es zu einem ersten Check von einem Grenze Militär, der das Fahrzeug checkt und die Pässe sowie Insassen kontrolliert er schaut auch grob aufs Gepäck hat aber eher Fahrzeug und Passagiere im Auge, wenn man diesen Punkt passiert hat, kommt man zu einem zweiten Checkpoint hier wird nichts kontrolliert man fährt nur vor bis zum Schlagbaum, wenn die Militärkontrolle per funkt passieren durchgibt, macht die Person den Schlagbaum auf und weiter geht’s.

Jetzt kommen wir zur tatsächlichen Grenz- und Zollkontrolle wir haben hier gut 10 Minuten verschwendet, weil wir nicht genau bis zur Haltelinie vorgefahren sind also tip bis zur Haltelinie vorfahren mit einem europäischen Fahrzeug muss immer der rote Korridor genommen werden, weil das Fahrzeug zwingend deklariert werden muss ansonsten ist eine Einreise nicht möglich. Hier wird per Bildschirm (Fahrzeugkennzeichen) angezeigt, welcher Slot genutzt werden soll.

Mittlerweile sind beide Kinder wieder verschlafen, die belarussische Zollbeamtin war, eine Perle sondergleichen an Freundlichkeit kaum zu überbieten. Recht forsch fordert sie was sie will und braucht, unzureichende Antworten zu werden in einem abfälligen Tonfall beantwortet wie zum Beispiel Inhaltsstoffe von mitgebrachten Medikamenten. Wir sind weder Apotheker noch Mediziner klar können wir diese frage nur unzureichend beantworten aber ja, was soll's unseren eindrücken zufolge mochte sie sich einfach ein wenig wichtigmachen. Nach einer kurzen Inspektion des Fahrzeuges so wie oberflächlichen Gepäckkontrolle (des ausgeräumten Gepäcks) der Super-GAU für uns, wir wurden von der freundlichen Dame zum Fahrzeug röntgen geschickt. Mich hat das ziemlich aufgeregt, da die beiden kleinen friedlich schliefen und wir die kleinen aus dem Bus aufwecken mussten damit ich mit dem Bus zum Röntgen fahren kann. Somit rein in den Bus eine Schleife zur mobilen Röntgenanlage, wo ein Militär mir Instruktionen gab Russischkenntnisse eigentlich zwingend erforderlich, um unangenehme Situationen zu vermeiden. Mein Russichverständniss reicht, um den Anweisungen zu folgen akkurat antworten kann ich jedoch nicht aber das ist an der Grenze nicht unbedingt notwendig ihnen ist viel lieber du folgst den Anweisungen und redest nicht zu viel. Den Anweisungen folgend auf die Röntgenrampe danach aus dem Fahrzeug raus und dem Militär folgen bis zur Safe Zone die Strahlung geht doch weiter, als ich dachte dann ist in dieser Safe Zone warten angesagt das Röntgenfahrzeug scannt unseren Bulli durch vor- und zurückfahren.

Fertig mit dem Röntgen ich erleichtert und auch gut gelaunt ging es wieder zurück zu unserer Grenzperle unser Gepäck durften wir jetzt wieder ins Auto rein kontrolliert wurde hier nichts ich denke, sie sucht sich aus mag sie genau kontrollieren und alles aufmachen oder schickt die Leute zum Röntgen somit hat sie in diesem Fall für die die weise gewählt die Ihr weniger Arbeit bereitet.

In der Vergangenheit wurde unser Gepäck immer sehr gründlich kontrolliert und gewogen, diesmal eben nicht, sondern eher das Fahrzeug geröntgt.

Wir hatten es überstanden nach 1,5 Stunden am belarussischen Teil. Insgesamt hat das ganze dann doch gut 4 Stunden gedauert. 1 Stunde wurde wegen der Zeitumstellung abgezogen, laut unseren Uhren am Handy waren es 5 Stunden.

Kurz nach der Grenze sieht man schon Brest dort war alles schön geschmückt für die Siegesfeier jeweils am 9.5. wir haben uns aber gleich zügig weiter gefahren  und sind durch die Stadt durch weiter zur Autobahn Richtung Minsk es lagen ja noch gut 350 Kilometer vor uns.

Nach 42 Kilometern ab zur Tanke hier vollgetankt Diesel kosten sehr wenig in Belarus wir hatten 70 Liter für 48 Euro getankt preiswert. Wichtiger Hinweis, die Spritpreise in Belarus sind vorgegeben durch den Staat und sind an jeder Tankstelle gleich.

Weitere 95 Kilometer zurückgelegt ging wieder nichts mehr Müdigkeit, also ab auf den Rastplatz kurz ausruhen. Die letzten 209 Kilometer das Ziel so nahe der Müdigkeit so groß ich habe die letzten 100 Kilometer sehr zur Unterhaltung meiner Tochter laut gesungen um mich am Leben zu Halten nach gut 1225 Kilometern hatte wir es geschafft wir waren bei Yuliyas Schwester Anastasia angekommen mittlerweile war es 21:20 abzüglich einer Stunde für die Zeitverschiebung waren wir 21 Stunden und 25 Minuten unterwegs reine Fahrzeit davon ziehen wir grob 8 Stunden Pausen und grenze ab betrug die reine Fahrzeit gut 13 Stunden bisserl mehr also, was Google veranschlagen würde aber ja der Bulli ist eben kein Rennpferd, sondern ein Lastesel. Jetzt noch alles ausladen hallo sagen die Kinder noch ein wenig spielen lassen und dann ab ins Bett.

 


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